Test: Long Distance Runningschuh Asics "MetaRun"

"Mega-Runner"

Asics ist immer für eine Überraschung gut. Im positiven Sinne. Seit Jahren schafft es der Japanische Hersteller im Laufschuhbereich mit seinen Produkten, wie dem Gel-Kajano oder Gel-Nimbus, neue Maßstäbe zu setzten. Aber Asics wäre wohl nicht Asics, wenn man sich nur damit zufrieden geben würde, seine Laufschuhe kontinuierlich zu verbessern. Nach drei Jahren Entwicklungszeit hat der Hersteller ein völlig neues High-Tech-Modell auf den Markt gebracht, den 250 Euro teuren MetaRun.

Das neue Aushängeschild der Marke steckt voll innovativer Technik und soll zum "besten Long Distance Schuhe in der Geschichte von Asics" avancieren. Fünf neue und zehn überarbeitete Technologien, sowie vier neue Patente, stecken in dem "Mega-Run-Schuh" der eine optimierte Leistungsfähigkeit beim Laufen verspricht. Als Vergleichsmaßstab gilt der Gel-Kayano, der auf dem gleichen Leisten konstruiert ist. Mit einem Gewicht von ca. 300 Gramm, ist der MetaRun rund 20 Gramm leichter als der Gel-Kayano 23, der 325 Gramm auf die Waage bringt.

Ob der MetaRun wirklich das Zeug zum besten Long Distance Laufschuh hat, haben wir getestet.
Im Test: Asics MetaRun Herrn und Damen Modell 2017, Gr. 11 und 8,5 Farbe GREY/SHU RED/HAZY WHITE

Mehr Stabilität, höhere Dämpfung, bessere Passform und ein geringeres Gewicht. Das soll uns mit dem neue MetaRun erwarten, den wir als Herren- und Damen- Modell im Test haben. Zunächst zur Optik, die schon mit dem Karton Änderungen zeigt: nicht wie gewohnt in grau-blau, sondern mit einem urbanen Design in grau-orange. Der MetaRun selber gibt sich, für einen Laufschuh dieses Kalibers äußerlich eher dezent, in einer grau-weißen Farbvariante (bei Asics heisst sie GREY/SHU RED/HAZY WHITE), mit heller Sohle, leuchtend-orange-roten Schnürbändern und feinen Applikationen. Farblich unterscheiden sich das Herren- und Damen-Modell 2017 nicht. Das dezente edle Design des MetaRun spiegelt die Wertigkeit und Exklusivität des Schuhs wieder, und gefällt unseren weiblichen und männlichen Testern gleichermaßen gut. Es hebt sich von Bisherigen ab und fällt deshalb ins Auge.

In diesem Punkt hat der MetaRun schon mal überzeugt. Kommen wir zu dem, was in ihm steckt. Zu den fünf neuen Technologien gehören: das "FlyteFoam" Midsole-Lightweight-Material, das noch belastbarer sein soll und das den Metarun komplett durchzieht. Der Schaum soll rund 55 Prozent leichter sein als der Standardschaum in anderen Schuhen; ein zweiteiliges mit Karbonfasern verstärktes Stabilitätssystem "AdaptTruss", das die Pronation des Läufers fleixibel aber kompakt steuern soll; "Sloped DUOMAX", eine Midsole, die sich in Verbindung mit AdaptTruss dynamisch an die Laufbewegung anpasst; "Jacquard Mesh & MetaClutch" Obermaterial, das aus einem Stück besteht und eine sockenähnliche Passform bietet, und das MetaClutch an der Ferse, das für einen besseren Halt am Knöchel sorgen soll; ein weiter entwickeltes "X-Gel", das für eine noch bessere Dämpfung sorgen soll.

Wir starten unseren Test zunächst zur Eingewöhnung mit einer Laufdistanz von fünf Kilometern auf gemischten Untergrund (Asphalt und Feldwege). Der erste Eindruck – bekanntlich immer der wichtigste – ist sehr gut. Angenehm leicht, gute Passform und ausgezeichnete Dämpfung. Das Obermaterial ist soft und umschließt den Fuß deshalb optimal. Das gute Feeling im Schuh kommt auch durch seine Sprengung von 10 Millimetern. Im Vergleich zum Gel-Kayano ist der MetaRun fühlbar leichter und seine Sohle federt deutlich mehr zurück. Diesen Eindruck hatten beide unserer Tester auf den ersten Kilometern. Besonders Rückfußläufer, die mit der Ferse zuerst aufsetzen, profitieren spürbar von der ausgezeichneten Dämpfungs- und Stabilitätseigenschaft des MetaRun. Der Vorteil des neuen AdaptTruss System liegt darin, das es sich automatisch der Pronation des Läufers anpasst und eine um 50 Prozent verbesserte Mittelfußstabilität ermöglicht. Der MetaRun stützt dann, wenn man es braucht. Auch Normalfußläufer profitieren davon, ohne, dass die Mittelfußbrücke dabei störend wirkt. Bei höheren Lauftempo und in der Seitenbewegung sorgt die Fersenstütze effektiv für den nötigen Halt. Im direkten Vergleich zum Gel-Kayano wirkt der MetaRun noch etwas flexibler und dynamischer beim Laufen, was unter anderem auf seine flexiblere Vorfußpartie und das Rückstellvermögen der Mittelsohle zurückzuführen ist.

Das überragende Laufgefühl mit dem MetaRun bleibt auch nach längeren Distanzen von 10 - 15 Kilometern, bis hin zum Halb-Marathon bestehen. Und sogar einen Marathon absolvierten wir im Test erfolgreich mit dem MetaRun. Ein Laufschuh, mit dem fast alles möglich ist.

Bewertung:
"Asics hat nicht zu viel versprochen, als sie den MetaRun als besten Long Distance Schuhe in der Geschichte der Marke angekündigt haben. Er schafft es, einen Top-Laufschuh wie den Gel-Kayano in Sachen Dämpfung uns Stabilität zu toppen und ein einzigartiges Laufgefühl zu bieten. Zusammen mit dem geringen Gewicht prädestiniert das den MetaRun zum perfekten Laufschuh für längere Trainingseinheiten. Mit einem Preis von 250 Euro spielt der Asics "Mega-Run"-Schuh allerdings auch in einer eigenen Liga. Aber, wie heißt es doch so schön: "Gutes hat seinen Preis" – und den ist der MetaRun wert."

Testurteil: "sehr empfehlenswert" 

 

Technische Ausstattung Asics Metarun Modell 2017

• Für Läufer mit neutraler und Überpronation
• Langstreckenstraßenlaufschuhe
• Impact Guidance System (IGS)
• Außensohle aus AHAR+
• ComforDry X-40-Einlegesohle
• FluidFit
• FlyteFoam
• Gewölbte Duomax-Schicht
• Jacquard-Mesh
• MetaClutch- und Memory Foam-Innenfutter
• X-GEL
• GEL-Dämpfungssystem im Vor- und Rückfußbereich
• 3M-Reflektoren
• Guidance Line
• AdaptTruss - Adaptable Stability System
• Herren Modell Gr. 39 -51,5
• Damen Modell 35,5 - 46
• Sprengung 10 mm
• Gewicht 300,5 g

 

Weitere Informationen zum Asics Laufschuhprogramm unter www.asics.de

 

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Asics MetaRun 2017