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Max Herre - Ein Geschenkter Tag CD

Max macht endlich Musik

Es ist nicht das, was man sagt, es zählt, was man dabei fühlt“, heißt es in einem der neuen Lieder von Max Herre. Dass es nicht schaden kann, wenn man seinen Gefühlen auch eine durchdringende Lyrik, die ideale Stimme und einen berührenden Sound gibt, ist auch klar. „Ein Geschenkter Tag“ ist der beste Beweis. Das zweite Album des zum Sänger und Songschreiber erwachsenen Freundeskreis-Frontmanns Max Herre beschreibt seine künstlerische und menschliche Entwicklung in poetischen Episoden, die so persönlich wie allgemeingültig sind. Direkt, echt, leidenschaftlich und verdammt gut singt Max Herre ungeschmückte Lieder aus dem Leben, die mit Stift, Papier und Gitarre innerhalb der letzten zwei Jahre entstanden sind.
Dieses akustisch gehaltene, sehr homogene Album ist ein logischer Schritt in der Laufbahn eines Musikers und Texters, der seine Stimme wie kaum ein Zweiter in seiner Generation nutzt, um Geschichten zu erzählen – manchmal sozialkritisch, immer persönlich. „Es war ein langer Prozess. Aber letztlich habe ich mich auf das besonnen, worauf sich für mich alles runterbrechen lässt, auf das, was ich letztlich schon immer gemacht habe: Ehrliche Texte und Musik“, sagt Max Herre. „Dazu gehörte dieses Mal aber auch Überwindung. Ich musste mich erstmal trauen, das, was ich wirklich empfand, in meiner Musik zuzulassen. Ich musste eine Sprache finden, die meine Emotionen transportiert, ohne mein Privatleben zur Schau zu stellen. Und schließlich musste ich mich trauen, die Gitarre wieder in die Hand zu nehmen. Mir wurde klar, dass ich das, was ich zu erzählen habe, am besten mit Gesang und Gitarre ausdrücken kann“.

Unterstützt wurde Max auf dem Weg zum neuen Album von einigen langjährigen Weggefährten, wie Frank Kuruc, Sékou Neblett und nicht zuletzt seinem Label-Kollegen Clueso. Im März wurde „Ein Geschenkter Tag“ dann in nur einer knappen Woche eingespielt, komplett live mit Max’ neuer Band, einem Quartett aus Pianist Roberto Di Gioia, Frank Kuruc an der Gitarre, dem Bassisten Christian Diener und Schlagzeuger Earl Harvin, der „besten Band, die ich mir für diese Songs wünschen konnte“. Produziert hat Max Herre das Album gemeinsam mit Nesola-Künstler und Studio-Partner Samon Kawamura.

Soviel ist sicher: ‚Ein Geschenkter Tag‘ ist nicht jene Art öffentliche Verarbeitung einer gescheiterten Beziehung, die vielleicht manch einer erwartet hätte. Das soll nicht heißen, dass dieses Thema tabu ist. Ganz im Gegenteil: Es wird lyrisch be- und verarbeitet; dabei jedoch nicht zu offensichtlich und eher durch poetische Bilder. So zum Beispiel in ‚Scherben‘, einem Ohrwurm mit einem der emotionalsten Momente dieses sehr emotionalen Albums: „Ich lass dich los und du lässt mich auch, vielleicht verstehen wir’s irgendwann“. In den dunkelsten Momenten hingegen, legt sich; „Staub...auf alles drauf, meine Seele meine Haut / macht mich stumm, macht mich taub / und all das, woran ich glaub’, wird zu Staub“. Aber dann, wenn die Nacht am tiefsten ist, naht der neue Morgen: „Du kommst raus, der Tag ist hell, blickst nach vorn, versuchst ihn scharf zu stellen“, singt Max Herre.

„Das ist der neue Herre?“ fragt die Frau. Ja. Und er ist gut! Ein Album aus einem Guss. Die Lieder wirken sehr privat und präsentieren Herre in einem völlig neuen Licht. Zerbrechlich, direkt und ungeschliffen. Die neue Band tut ihm gut, das Songwriting ist ausgefeilt aber ungeschmückt. Bravo!

Störten mich bis dato bei seinen letzten Alben immer, dass sie etwas überproduziert und markgerecht zurechtgestutzt wurden, gibt es hier neue Facetten zu entdecken. Nie klang ‚Akustik‘ so gut wie in diesem Herbst. ‚Ein geschenkter Tag‘ bereichert mit schönen Momenten und Licht im trüben grau. Hier ist ein neuer Songwriter, ein neuer Max. Vergesst Freundeskreis, HipHop. Wer diese, alte Musik auf dem Album erwartet, wird sich abwenden. Für den Rest gibt es hier ‚die neue deutsche Sobgwriter/Singer-Basis‘ zu hören.Das fast hypnotische ‚Staub‘ zieht magisch in den Bann, die Lyriks im wunderbar reduzierten ‚Es geht‘ schmerzen fast beim Zuhören.

Klasse Album eines Talents als Singer/Songwriter. Muss man gehört haben!

Max Herre - Ein Geschenkter Tag
CD VÖ: 18.9.2010
Nesola/four music
Akustik-Pop

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Lissie - Catching a Tiger CD

Der Tiger rockt

Mit ‚Debut-Alben‘ ist das ja immer so eine Sache – speziell wenn es um eine Singer-Songwriterin geht, die bisher keiner kennt, und das vermeintliche Debüt eigentlich das zweite Werk ist.
Lissie (eigentlich Elisabeth Maurus) ist Jahrgang ‘82 und veröffentliche ihre erste EP ‚Why you running‘ bereits 2009. In den USA konnte ihr Erstling immerhin Platz 10 in den Folk-Charts für sich verbuchen. Lenny Kravitz stolperte über einen Freund auf ihre MySpace-Seite, war begeistert und buchte die junge Amerikanerin aus Illinois spontan für seine ‚Love Revolution Tour‘ als Vorprogramm. Respekt! Lissie ist Pop und Rock mit Folk­einschlägen. Parallelen zu Stevie Nicks (Fleetwood Mac) kann sie nicht verleugnen und muss sie auch nicht. Im Gegenteil. Ihre melanchonisch-rockiger Stil gefällt und hebt sich vom Einheitsbrei der TV-Charts ab. Hier wurde nicht gecastet, hier wird Musik noch ‚gemacht‘. Und das mit einer Freude, die bei jedem Hörer sofort überspringt. Sie rockt, jammt und lässt dabei einen mächtigen Tiger aus ihrer Gitarre.
Zu Ihren Fans gehören jetzt bereits Courtney Love, Ellie Goulding und Katy Perry. Und das
zu recht.

Selten hat man ein Album einer Newcomerin gehört, dass sofort ins Ohr geht und man sich fragt, warum solche musikalischen Perlen eigentlich nur über das Web in die Welt gelassen werden.
Die sympathische Blondine hat klar die Stimme und die Songs um 2010 ganz groß rauszukommen. Ihre markante Stimme, die ausgefeilten Melodien und Arrangements überzeugen auf ganzer Linie. Kein Mainstream aber die richtige Kombination aus Rock, Pop und Folk, mit der man ohne Weiteres den ganzen Nachmittag in der Sonne lauschen möchte.

Wer wirklich noch vor dem TV sitzt und ‘Superstar‘ sucht, sollte lieber mal wieder einen Plattenladen aufsuchen. Denn dort wird man Lissie ganz schnell finden: In den ersten Reihen bei den Charts. Und das ganz bald. Gut so!

Lissie - Catching a Tiger
Smi Col (Sony Music)

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Scissor Sisters - Night Work CD

Die Welt tanzt jetzt Disco 2.0

Wenn sich die Gay-Szene sich austoben will, tanzt sie zu Bee Gees, Pet Shop Boys, ABBA, Blondie, Village People, Donna Summer, den Sparks (alle: Disco 1.0) oder – den Scissor Sisters: Willkommen in der Disco 2.0!

Die sich hemmungslos im Pop-Fundus der Siebziger und Achtziger bedienende Band schaffte es mit purem Disco-Pop die Charts zu stürmen – trotz Falsett-Gesang und offensichtlichen Anleihen bei den Bee-Gees. Gut so! Wenn Pop, dann bunt. Seit Dee-lite hat das keine Band mehr geschafft. Die Pet Shop Boys wurden grundsolide und packten ihre Synthesizer ein, ein Ersatz musste her. Hier sind sie!

Jake Shears und Ana Matronic’s neuestes Werk ‚Night Work‘ dürfte aber auch wieder der Nicht-Gay-Szene gefallen. Nach dem eher sehr plüschigen Glam-Pop-Album ‚Ta Dah!’, eine quietschbunte zusammengeklaute Mischung aus Pop, Funk, Glam und Disco mit der charttauglichen Erfolgssingle ‚I don’t feel like dancing’, gab es Jahre nichts Neues von den Avantgarde-Popper mit Faible für Glitzer und Federboas.

Still ruhte der See in New York. Erste Demo-Versuche für das dritte Album schlugen fehl und landeten nach Wochen im Müll. Sänger Jake Shears versuchte die Pause als Musicalschreiber zu überbrücken und ließ die Demos länger ruhen. Scheinbar ist der Pulse der Welt – New York – doch nicht so feierstark wie Berlins Club-Szene. Denn hier holte sich Fontsau Shears seine Inspirationen für das neue Album. Party! Disco! Total und sofort! Spot an, Lala rein, abtanzen. Produzent Stuart Price verhalf der Band dann ihre Visonen auf Band zu pressen. Schick-Schnak raus, Disco-Beat rein und immer ein Auge auf die Club-Szene. Und das ist gelungen!

Auf dem neuen Werk paart sich wuchtiger Gitarren-Rock mit perfekten, funky Hooklines aus der Prä-Disco-Aera, Kunstnebel und erstaunlich gut funktionierende, fast experimentelle Klangcollagen à la Goldfrapp. Immer mit einer Prise Sex gewürzt, demon–strieren die Sisters eine enorme Vielfalt. Monotonie ist fehl am Platz, hier wird die Pop-Seele mit echter Musik aus der Dose bedient. Schliesslich werden sie gebraucht: In der Disco. Und das bieten die Sisters. 12 Tracks, immer noch mit einen Hang zur großen Geste und einer großen Portion 70er und 80er in einem Potpurri aus Glam, Synth-Pop, Funk, Elec‑
tronic. Perfekt.

Schon der Opener ‚Night Work’ glänzt mit einem Disco-Beat bei dem man unweigerlich mit dem Hintern wackeln muss – keine Chance, sich dem zu entziehen. ‚Fire and Fire‘ könnte glatt aus der Feder von Keane oder Guy Chambers (Songwriter von Robbie Williams in besseren Tagen) entsprungen sein . Spätestens beim extrem groovenden ‚Any which Way’ (mit Kylie Minogue im Background), will man nicht mehr auf den Freitag und die Disco warten und raus auf die Piste.
Abgerundet wird das grandiose Pop-Album durch Tracks wie ‚Harder you get‘ und ‚Invisible Light‘ (Anspieltipps). Die Pet Shop Boys können nach all den Jahren endlich ein­packen und in Rente gehen.

Wer auf eine ordentliche Portion ‚Pop’ steht, wird hier sensationell bedient. Selten hat man ein Album gehört, wo sich Hommagen an Gary Numan, Bee-Gees, Suzi Quatro, Goldfrapp und Robbie Williams so genial paaren und trotzdem etwas sehr Eigenes dabei rauskommt. Ein Pflichtkauf für gute Laune im Jahr 2010 mit Tendenz zum Klassiker!

Scissor Sisters - Night Work

Koch Universal Music (Universal)

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