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Hurts - Happiness CD

Synth-patische Pop-Roots

Mit ihrem melodramatischen Chartbreaker ‚Wonderful Life‘ sind die zwei Briten zur Zeit in der Heavy Rotation bei Radio und Musik-TV.
Sympatischer 80-er-Pop der sofort aus dem Elektro-Gedudel der Jetztzeit hervorsticht, und noch sympatischer, wenn man das Cover von Soundtüftler und Keyboarder Adam Anderson und Sänger Theo Hutchcraft zu ersten Mal in der Hand hält. Sehen wir da Heaven 17-Look-a-likes?

Also reingehört. Und siehe da: Guter Synth-Pop, der seine Roots nicht verleugnen kann und will. Ein wenig New Wave, Disco mit Retrotouch. Hurts schwimmen dabei mit ihren Synthpop-Nummern gegen den Strom und bieten musikalische Anleihen von Bands wie ‚ABC‘, oder ‚Camouflage‘. Leicht stampfende 4/4-Beats aus der Dose schmeicheln sich an Synthesizer-Teppichen, Lead-Arpeggios und großartigen, schwermütigen Texten – ‚Tears for Fears’ und ‚Spandau Ballet’ lassen hier aus besseren Tagen grüßen.

Das Duo aus Manchester hievt die 80-er mitten im Jahr 2010 auf ein Podest, packt Streicher und Melodien in ein Paket und wirft es der Welt als Retropaket vor die Füße nicht ohne zuvor ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Gekonnt und nicht geklaut, ausgefeilte Lieder, liebevoll arrangiert. Geschickt einsetzende Chöre wiegen sich in Harmonien wie bei den Liebesliedern ‚Blood, Tears & Gold‘ oder ‚Illuminated‘ während ‚Sunday‘ oder ‚Better than love‘ zum Tanz  auffordern. Letzterer hätte auch aus der Pop-Ära von den manisch-depressiven Killing Joke aus ihrer Pop-Phase stammen können (‚Love like Blood‘).

Es ist jetzt einige Monate her, dass sie bei einem Imprint von Sony unterschrieben haben. In Berlin hatten sie sich zurückgezogen, um ihre Situation aus einer anderen, distanzierteren Perspektive nach dem Ende ihrer gemeinsamen Partyband  ‚Daggers‘ zu betrachten. Eine hyperaktive Popgruppe, die das Publikum spaltete. „Daggers” folgten einem klaren Konzept. Sie waren aggressiv, feindselig und besessen von ihrer Idee von Pop. „Wir studierten ständig Songs,“ sagt Hutchcraft. „Alles war schnell. Wir wollten den perfekten Popsong schreiben. Wir wollten die größte Popband des Planeten erschaffen. Das ist uns nicht wirklich gelungen.“ Es war ein unruhiger Zeitabschnitt in Berlin. Sogar hier wurden sie von einem Geschäftsführer eines deutschen Plattenlabels aufgespürt. „Er sagte uns, die Leute seien nicht glücklich,“ sagt Hutchcraft mit einem Lächeln, „und sie bräuchten unsere Musik.“

Wirkt ihre Medienpräsenz und ihr Auftreten eher stylisch-kühl und melanchonisch, stimmt ihr neues Werk einen durchaus warm: Tolle Melodien vom ersten bis zum letzten Song inklusive einem Hidden Track ‚Verona‘ zeigen, dass hier Potenzial schlummert. Happiness ist ein Debütalbum, dass synthetisch-affine Herzen höher schlagen lässt. Das Gespür für funktionierende Melodien und die gelungene Mischung aus beinahe vergessen geratenen Zutaten der Achtziger werden hier zu etwas sehr Eigenständigem. Hier agieren Musiker, die unumstösslich an ihre Vision glauben.

Wenn es gelingt, das Niveau ihres Erstlings beizubehalten und weitere hymnischen und kitschfreien Pop zu produzieren, haben beide ein große Zukunft vor sich.

Hurts bieten auf ‚Happiness‘ ein stimmiges Gesamtkunstwerk. Song-Perlen am Stück.

Hurts - Happiness

CD · LP · Digital
Four Music (Sony Music)
Elektro-Pop
Hurts - Happiness